Objekte einbauen

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Das Einbauen von Objekten in andere Bilder ist ein interessanter Bereich der grafischen Gestaltung.

Hier kommt es auf die kleinen Details an. Man kann natürlich ein freigestelltes Objekt mit drag and drop in jedes beliebige Foto einfügen.
Allerdings wird man sehr schnell feststellen, dass das Objekt wie ein Fremdkörper auf dem Bild „klebt“.
Ein Blumentopf, der im Gras steht, ist nie ganz zu sehen. Die Unterkante ist vom Gras verdeckt und einzelne Grashalme verdecken den Topf. Genauso müssen Lichtverhältnisse beachtet werden.
Reflektionen auf dem Objekt müssen zu dem Hintergrund passen.
Ebenso werfen Objekte einen Schatten nach unten oder seitlich. Glatte Böden reflektieren Objekte. Es entsteht daher ein Spiegelbild auf dem Boden.

Erst alle diese kleinen Details überlisten unser Gehirn und wir erkennen das Objekt nicht mehr als eingefügt. Wir sehen das Bild als Ganzes.

Wenn man z.B. ein Motorrad vor ein Haus „parkt“, muss man gewisse optische Merkmale beachten.
Jeder Gegenstand wirft nach unten einen Schatten. Je nach Lichtquelle (innen, außen, Lampe, Sonne usw.) ist der Schatten klar abgegrenzt oder schwammig diffus. Ein feuchter glatter Untergrund kann Objekte spiegeln. Wenn andere Objekte, wie hier das Haus, sich spiegeln, muss das Motorrad sich auch spiegeln. Motorräder können auch nicht nur auf zwei Rädern stehen. Wenn das tolle freigestellte Bild des Motorrades keinen Ständer hat (weil der bei der Werbeaufnahme gestört hätte), muss man einen Ständer oder ähnliches einzeichnen. Der Betrachter würde sich sonst fragen, warum das Motorrad nicht umfällt.
Es gibt dafür aber keinen klaren Regeln und Richtlinien. Man muss ein gewisses Gefühl dafür entwickeln.

 

Bei diesem Beispiel sieht man sehr gut, welche Effekte benutzt wurden.
Wenn ein Apfel auf einer Melone, wie eine Billardkugel auf einer Glasplatte aussieht, entspricht das nicht der Erwartungshaltung unseres Gehirns.
Wir empfinden einen Fehler in dem Bild. Auch wenn wir oft nicht mal genau sagen können, woran es liegt.
Bei einem Apfel, der auf einer Melone liegt, erwarten wir gewisse optische Merkmale. Er wird vielleicht nach einiger Zeit eine leichte Vertiefung hervorrufen. Das Fruchtfleisch der Melone kann auch etwas weicher werden. Und natürlich wirft er unten einen kleinen Schatten. Der Apfel darf natürlich auch nicht leuchten wie eine Glühbirne.