Grafik Objekte einbauen

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Grafikbearbeitung - ein Modellauto auf einem Holzboden vor einer Steinwand

Grafik Objekte einbauen

Das Einbauen von Objekten in andere Bilder ist ein interessanter Bereich der Grafikbearbeitung.

Hier kommt es auf die kleinen Details an. Man kann natürlich ein freigestelltes Objekt mit drag and drop in jedes beliebige Foto einfügen.
Allerdings wird man sehr schnell feststellen, dass das Objekt wie ein Fremdkörper auf dem Bild „klebt“.
Ein Blumentopf, der im Gras steht, ist nie ganz zu sehen. Die Unterkante ist vom Gras verdeckt und einzelne Grashalme verdecken den Topf. Genauso müssen Lichtverhältnisse beachtet werden.
Reflektionen auf dem Objekt müssen zu dem Hintergrund passen.
Ebenso werfen Objekte einen Schatten nach unten oder seitlich. Glatte Böden reflektieren Objekte. Es entsteht daher ein Spiegelbild auf dem Boden.

Beim Einbau von Objekten in der Grafikbearbeitung täuschen wir das Gehirn.

Erst alle diese kleinen Details überlisten unser Gehirn und wir erkennen das Objekt nicht mehr als eingefügt. Wir sehen das Bild als Ganzes.

Gegenstände auf Holzboden

Es sind oft die Kleinigkeiten, die uns bei Grafikbearbeitungen und dem Einbau von Objekten stören.
Oft ist etwas zu viel oder zu wenig. Es lässt sich auch nicht jeder Gegenstand in jedes Bild einfügen.
Wenn die Perspektive oder der Aufnahmewinkel nicht passen, ist es auch mit zerren und drehen nicht möglich die Bilder in Einklang zu bringen.
Wenn die Perspektive passt kann das Objekt aber eingefügt werden.

Bei diesen Beispielen muss man auf einige Details achten.

Schatten:

  • Gegenstände sind bis auf Ausnahmen an der Unterseite immer etwas abgerundet. In dieser Rundung entsteht zwangsläufig ein diffuser Schatten.  Ein Fehlen diese Schatten fällt uns sofort auf.
  • Schatten auf schrägen Hintergründen erzeugen Winkel und Kurven. Lehnt ein Bilderrahmen an einer Mauer macht der Schatten einen Winkel am Mauerfuß.

Reflektionen und Spiegelungen:

  • Glas oder glatte Flächen spiegeln die Umgebung. Oft sogar den Fotografen. Das übersieht man leicht.

Transparenz:

  • Eine Sonnenbrille muss natürlich den Hintergrund durchscheinen lassen.

 

Das Motorrad vor der Garage

Wenn man z.B. ein Motorrad vor ein Haus „parkt“, muss man gewisse optische Merkmale beachten.
Jeder Gegenstand wirft nach unten einen Schatten. Je nach Lichtquelle (innen, außen, Lampe, Sonne usw.) ist der Schatten klar abgegrenzt oder schwammig diffus.
Ein feuchter glatter Untergrund kann Objekte spiegeln. Wenn andere Objekte, wie hier das Haus, sich spiegeln, muss das Motorrad sich auch spiegeln. Die Spiegelung muss auch nach unten auslaufen.
Motorräder können auch nicht nur auf zwei Rädern stehen. Wenn das tolle freigestellte Bild des Motorrades keinen Ständer hat (weil der bei der Werbeaufnahme gestört hätte), muss man einen Ständer oder ähnliches einzeichnen.
Der Betrachter würde sich sonst fragen, warum das Motorrad nicht umfällt.

Es gibt dafür aber keinen klaren Regeln und Richtlinien. Man muss bei der Grafikbearbeitung ein gewisses Gefühl dafür entwickeln.

 

Der Apfel auf der Melone

Bei diesem Beispiel sieht man sehr gut, welche Effekte benutzt wurden.
Wenn ein Apfel auf einer Melone, wie eine Billardkugel auf einer Glasplatte aussieht, entspricht das nicht der Erwartungshaltung unseres Gehirns.
Wir empfinden einen Fehler in dem Bild. Auch wenn wir oft nicht mal genau sagen können, woran es liegt.
Bei einem Apfel, der auf einer Melone liegt, erwarten wir gewisse optische Merkmale. Er wird vielleicht nach einiger Zeit eine leichte Vertiefung hervorrufen. Das Fruchtfleisch der Melone kann auch etwas weicher werden. Und natürlich wirft er unten einen kleinen Schatten. Der Apfel darf natürlich auch nicht leuchten wie eine Glühbirne.


Die Grafikbearbeitung gehört zu einem weiten Tätigkeitsfeld im Internet. Kein Internetauftritt kommt ohne gute Grafiken aus. Auch wenn es unwahrscheinlich klingt, sogar bei der modernen Suchmaschinenoptimierung kann man auf Grafikbearbeitung nicht verzichten.